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Lutherstein bei Stotternheim

Lutherstein bei Stotternheim
Lutherstein bei Stotternheim

Rastplatz am Lutherstein
Rastplatz am Lutherstein

Festgottesdienst am Lutherstein
Festgottesdienst am Lutherstein am 2. Juli 2005 anlässlich des 500. Jahrestages

Lutherstein bei Stotternheim

Rastplatz am Lutherstein

Festgottesdienst am Lutherstein

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Der Lutherstein bei Stotternheim ist ein Ort der Ruhe und Besinnung und Rahmen für kirchliche Veranstaltungen. Er ist ein Zielpunkt von Besuchern, die auf Luthers Spuren nach Erfurt kommen oder in ihrer Freizeit an den "Erfurter Seen" unterwegs sind. Hier erhält der Besucher Informationen über Martin Luther, über die "Erfurter Seen" und über die Region.

In den vergangenen Jahren wurde das Umfeld des Luthersteins neu gestaltet.

Radfahrer und Fußgänger finden am Lutherstein ein schattiges Plätzchen. Bänke und eine Schutzhütte laden zu einer Rast ein. Von hier aus hat der Besucher einen guten Blick in das Seengebiet, das zehn bis zwanzig Meter tiefer liegt.

Der Lutherstein ist eine Station des Lutherweges in Thüringen. Von der durch Stotternheim führenden Hauptroute des Lutherweges gelangt man über einen 1,6 km langen und gut ausgeschilderten Abstecher zum Lutherstein. Zwischen Luther- und Klingesee ist dieser Abstecher noch stark vom Kiesabbau geprägt.

Historie

2. Juli 1505
Nach einem Besuch seiner Eltern in Mansfeld, befand sich Martin Luther, der zu dieser Zeit Jurastudent an der Erfurter Universität war, auf dem Rückweg nach Erfurt. Wie damals für Studenten üblich, legte er diesen Weg zu Fuß zurück. In der Nähe von Stotternheim geriet er in ein so heftiges Gewitter, dass er um sein Leben fürchtete. In dieser Situation soll er ausgerufen haben: "Hilf' Du St. Anna, ich will ein Mönch werden". *)

15. Juli 1505
13 Tage nach diesem Ereignis tritt Martin Luther in das Erfurter Augustinerkloster ein, wo er 1506 sein Mönchs­gelübde ablegt und 1507 zum Priester geweiht wird.

1507
Im Sommer 1507 nimmt Martin Luther in Erfurt das Studium der Theologie auf. Unterbrochen durch eine einjährige Abordnung an die kursächsische Landes­universität in Wittenberg und eine Reise nach Rom bleibt Martin Luther bis zum Sommer 1511 in Erfurt. Danach wechselt er endgültig nach Wittenberg.

1917
Eine Erfurter Bürgerin stiftet einen Gedenkstein aus schwedischem Granit, der an der nach historischen Angaben naheliegendsten Stelle aufgestellt wurde.


*) Die heilige Anna galt als Heilige des Bergbaus. Da die Familie Luthers eng mit dem Bergbau verbunden war, liegt es nahe, dass diese Heilige eine besondere Rolle in seinem bisherigen Leben spielte.